Faszien sind mittlerweile in aller Munde. Sie werden mit Beweglichkeit, Verspannungen, Schmerzen und sogar dem Gefühl von „Verklebungen“ in Verbindung gebracht.
Doch was sind Faszien eigentlich? Und was bedeutet es wirklich, wenn man von „verklebten Faszien“ spricht?
Was sind Faszien?
Faszien gehören zum Bindegewebe unseres Körpers. Sie bilden ein dreidimensionales Netzwerk, das Muskeln, Organe, Knochen, Nerven und Blutgefässe umgibt und miteinander verbindet.
Man kann sich das Fasziensystem vereinfacht wie eine Art körperweites Spannungsnetz vorstellen. Es sorgt unter anderem dafür, dass verschiedene Strukturen gegeneinander gleiten können und unterstützt die Kraftübertragung und Bewegungskoordination.
Faszien bestehen unter anderem aus Kollagenfasern und enthalten Flüssigkeit. Ihre Beschaffenheit kann sich abhängig von Bewegung, Belastung und anderen Faktoren verändern.
Was bedeutet „verklebte Faszien“?
Der Begriff „Verklebungen“ wird im Alltag häufig verwendet, wenn sich Gewebe steif, gespannt oder weniger beweglich anfühlt.
Dabei handelt es sich nicht unbedingt um buchstäbliche Verklebungen der Faszien. Häufig können verschiedene Faktoren dazu beitragen, dass das Gewebe weniger gut gleitet und sich Bewegungen unangenehm oder eingeschränkt anfühlen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Bewegungsmangel
- einseitige Belastungen
- langes Sitzen
- wiederkehrende Bewegungsmuster
- körperliche Überbelastung
- Narbengewebe
- muskuläre Verspannungen
Auch Stress kann dazu führen, dass wir unbewusst mehr Muskelspannung aufbauen und dadurch ein Gefühl von Steifigkeit entwickeln.
Warum Bewegung so wichtig ist
Faszien profitieren von regelmässiger Bewegung. Unterschiedliche Bewegungen sorgen dafür, dass das Gewebe immer wieder belastet und entlastet wird.
Besonders langes Sitzen kann dagegen dazu führen, dass sich bestimmte Körperbereiche über längere Zeit in einer ähnlichen Position befinden. Das kann sich auf Beweglichkeit und Körpergefühl auswirken.
Deshalb müssen Faszien nicht nur „bearbeitet“ werden – Bewegung im Alltag ist ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Bewegungsapparates.
Kann Massage die Faszien beeinflussen?
Massage wirkt nicht ausschliesslich auf die Muskulatur. Je nach Grifftechnik und Druck werden auch Haut und Bindegewebe mechanisch stimuliert.
Eine Massage kann dazu beitragen, das Körpergefühl zu verbessern, Spannungen zu reduzieren und Beweglichkeit als angenehmer wahrzunehmen. Gleichzeitig kann die Berührung das Nervensystem beeinflussen und eine entspannende Wirkung haben.
Dabei muss eine Massage nicht schmerzhaft sein. Besonders bei empfindlichem Gewebe ist ein individuell angepasster Druck sinnvoll.
Was kannst du selbst für deine Faszien tun?
Du kannst dein Fasziensystem im Alltag ganz einfach unterstützen:
- regelmässig bewegen
- lange Sitzphasen unterbrechen
- verschiedene Bewegungsformen nutzen
- ausreichend trinken
- den Körper bewusst wahrnehmen
- nach Belastungen für Regeneration sorgen
Faszienrollen können ebenfalls eingesetzt werden. Dabei gilt: Weniger ist manchmal mehr. Sehr starker Druck oder langes Bearbeiten einer schmerzhaften Stelle ist nicht automatisch besser.
Fazit
Faszien sind ein wichtiger Bestandteil unseres Bindegewebes und spielen eine Rolle für Beweglichkeit und das Zusammenspiel verschiedener Körperstrukturen.
Wenn sich dein Körper steif oder verspannt anfühlt, kann eine Kombination aus Bewegung, bewusster Körperwahrnehmung, Regeneration und Massage sinnvoll sein.
Du möchtest deinem Körper wieder mehr Leichtigkeit schenken?
In meiner Massagepraxis in Zürich-Hottingen nehme ich mir Zeit, deine individuellen Bedürfnisse wahrzunehmen und die Massage entsprechend anzupassen.